Montag, 9. November 2015

Gelb schmeckt wie eine saure Zitrone...

... und grün hört sich an wie ein quakender Frosch.

Das schwarze Buch der Farben hat uns in der heutigen Doppelstunde inspiriert, Farben mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Aber von Anfang an:

"Bringe etwas mit, das eine schöne Farbe hat." 

Die vorbereitende Hausaufgabe hat die Stunde eingeleitet. Die mitgebrachten Gegenstände haben wir gemeinsam im Kreis gesammelt und nach Farben geordnet. Weitere mündliche Ideen und Fotos aus der Materialwiese haben den Farbkreis ergänzt:


Dann habe ich "Das schwarze Buch der Farben" vorgelesen. Es wird darin beschrieben, wie Thomas Farben riechen, schmecken, hören und fühlen kann. Auf den zugehörigen Fühlseiten haben die Kinder die Farben dann probeweise selbst "erfühlt". Schnell kamen die ersten Kinder auf die Idee, dass Thomas blind sein musste.

Wir überlegten, wie wir einem Blinden die Farben erklären würden. Dabei nannten die Kinder zahlreiche und z.T. auch recht kreative Ideen.

Dann waren die Kinder allein dran: "Suche dir eine Farbe aus und beschreibe, wie sie schmeckt, riecht, sich anfühlt und wie man sie hören kann." 
Die Ideen wurden einmal vorgeschrieben, korrigiert und schließlich sauber übertragen.

Und auch das Fühlbild durfte natürlich nicht fehlen. Dafür haben wir schwarze Wellpappe verwendet. Die Schablonen wurden zuvor auf weißem Papier vorgezeichnet. Und so sieht ein Ergebnis aus (leider etwas unscharf, ich werde versuchen ein besseres nachzureichen):

Hier das Arbeitsblatt zum Download

"Aber wie können Blinde unseren Text eigentlich lesen?"

Diese Schülerfrage knüpft unmittelbar an das nächste Stundenthema an:

Mittwoch, 4. November 2015

Nachbarzahlen und Ausschnitte auf der Hundertertafel mit mathematischer Sprachförderung

Die Schule hat diese Woche nun auch bei uns wieder begonnen. Am Montag haben meine Kinder mir bei einer kurzen Wiederholung bewiesen, dass sie über die Ferien nicht alles vergessen haben. So konnten wir uns am Dienstag an neue Entdeckungen auf der Hundertertafel wagen.

Die Frage war nun nicht mehr, welche Zahl auf einem bestimmten Feld steht, sondern wie die Zahlen links von, rechts von, über und unter dieser Zahl heißen und wie man sie finden kann.

 
hier der Link zu dem Plakat 
 Mit Hilfe der Hundertertafel war das Bestimmen der Nachbarzahlen nicht schwer. Komplizierter wurde es, wenn man nur Ausschnitte davon sieht. Einfache Ausschnitte für den Einstieg zu den derekten Nachbarzahlen habe ich bei Mathemonsterchen gefunden (6 Arbeitsblätter zur Hundertertafel). Verwendet habe ich nur die ersten zwei Blätter (Zahlen einer Spalte oder Zeile ohne die Diagonale).

Herausgearbeitet wurden dabei neue Regeln:

 Geht man in...
... der Zeile ein nach links, wird  der Einer um 1 kleiner (-1).
... der Zeile ein nach rechts, wird der Einer um 1 größer (+1).
... der Spalte ein nach oben, wird  der Zehner um 1 kleiner (-10).
... der Spalte ein nach unten, wird der Zehner um 1 größer (+10).

Zur Verschnaulichung habe ich diese Plakate erstellt:


Link zu den Regeln


 In der folgenden Stunde ging es dann weiter mit komplexeren Ausschnitten. Dabei verfolgte ich zwei Ziele: Zum einen sollen die Kinder ihre Kenntnisse über Strukturen, Nachbarzahlen (s.o.) und Zahlzusammenhänge (Zeilen- und Spaltenregel) anwenden. Zum anderen ihre Lösungswege über diese eingeführten Regeln und mit Fachbegriffen verbalisieren (mathematische Sprachförderung).

Dazu habe ich Puzzle zur Hundertertafel erstellt. Zur Vorbereitung habe ich die Teile ausgeschnitten. Um die Kommunikation anzuregen, haben immer zwei Kinder zusammen die Zahlen auf den Puzzleteilen ergänzt und schließlich die Hundertertafel wieder zusammengepuzzelt. In der Sicherung gab ein komplexeres Teil (z.B. das mit der 24 oder 28) Anlass dazu, über verschiedene Lösungsstrategien zu sprechen. 


hier das Puzzle