Donnerstag, 29. September 2016

LINKS RECHTS MITTE mit dem Gummitwist

Nur eine Kleinigkeit, aber meinen Erstklässlern hat es großen Spaß gemacht.
Zwei Kinder halten das Gummiband, ein Kind gibt die Anweisungen "links", "rechts" oder "Mitte" mit Hilfe der Karte und ein Kind springt. Dabei sollten das springende Kind und das Kind, welches die Anweisungen gibt, in die gleiche Richtung schauen. So kann gleich kontrolliert werden, ob richtig gesprungen wird. 
Als Hilfe kann das springende Kind die Karte auch selbst in die Hand nehmen.

Nach der Einführung ist es ein beliebtes Spiel für die Pause und Freiarbeit geworden.



Mittwoch, 21. September 2016

Zaubern mit Mathematik II: Der Würfelturm

Schaue dir den Würfelturm an. Wie viele Augen sind sichtbar? Es zählen alle 13 offenen Seiten. Du musst zum Zählen also um den Turm herum gehen!



Während die Kinder mit dem Zählen beschäftigt sind, kritzelt die Lehrerin innerhalb einer Sekunde eine Zahl verdeckt auf einen kleinen Zettel. Sie muss nicht einmal um den Turm herumgehen.

Die Kinder zählen,...

... und zählen ...

... und zählen....

... und zählen ...

... und nach einiger Zeit nennen sie die richtige Summe.

Die Lehrerin aber hat das Ergebnis längst auf ihrem Zettel richtig notiert!

Wie hat die Lehrerin das gemacht? Und wie heißt die gesuchte Summe?

Was meint ihr? :)

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Anschließend zeige ich euch, wie ich dieses Rätsel mit den Kindern angegangen bin und teile meine Arbeitsblätter mit euch :)

**Update 16.10.16**
Hier geht's zur Fortsetzung


Montag, 19. September 2016

Zahlenkarten bis 1000 für die Tafel

Passend zu unserem Mathebuch und dem Material der Kinder habe ich Zahlenkarten für die Tafel erstellt (Farben könnt ihr der Vorschau entnehmen). Sie sind etwas unsortiert, da ich auf minimalen Aufwand beim Drucken und Laminieren gesetzt habe ;)
Vielleicht kann sie ja noch jemand gebrauchen.



                    



Samstag, 17. September 2016

Lapbook "Lebensraum Wald" - Meine Umsetzung

Ich lasse mich total gerne von anderen Grundschulblogs inspirieren und nutze viele Materialien im eigenen Unterricht. Mein derzeitiges Projekt ist das Lapbook zum Thema Wald. Die Idee, Vorlage und viele Materialien sind aus der Kruschkiste (gaaanz toller Grundschulblog).

Für die Umsetzung in meinem Unterricht habe ich ein paar Sachen ergänzt und möchte euch dies gerne Vorstellen:


So sieht meine Rohfassung aus (die rechte Ecke ist leider abgefallen :( ). Ich habe die Moosschicht mit Filzstreifen ergänzt, damit alle Waldschichten berücksichtigt sind. Ausgewählte Stationen habe ich in Pflicht-, Wahl und gemeinsame Stationen unterteilt. Meine Aufteilung könnt ihr dem Stationsplan entnehmen:


Wie ihr seht, habe ich nicht alle Stationen aus der Kruschkiste integriert und die Waldtiersteckbriefe in einer Station "Mein Lieblingswaldtier" zusammengefasst. Das spart Kopien, Platz und erweitert das Angebot der Waldtiere.

Bevor es an die Inhaltliche Arbeit mit dem Stationsplan ging, haben die Kinder das "Grundgerüst" nach dieser Anleitung gebastelt.


Damit das Basteln nicht zu lange aufhält, erarbeiten immer zwei Kinder ein Lapbook zusammen. So wird auch der Austausch angeregt und die Sozialkompetenz gefördert.
Ihre Informationen entnehmen die Kinder der kleinen Waldfibel (alternativ auch die Waldfibel in einfacher Sprache für schwächere Leser/innen), oder verschiedenen Karteien, wie z.B. der Waldtierkartei aus dem Zaubereinmaleins.
Für die einzelnen Stationen habe ich Tippkarten erstellt. Faltanleitungen zum Minibuch gibt es zahlreich im Internet zum Ausdrucken.


Und damit wir Verlauf und Ziel nicht aus den Augen verlieren, habe ich eine Übersicht bei den Stationen aufgehängt. Wie man dieser entnehmen kann, sollen die Kinder nach der Erstellung ihres Lapbooks auch einen Vortrag über eines der Themen halten.


Für die Bewertungsschwerpunkte haben die Kinder ebenfalls eine Übersicht erhalten. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf dem Fachlichen.


Zusätzlich führen die Kinder ein Lerntagebuch, um Stundenziele festzulegen und ihre eigenen Fortschritte zu dokumentieren und zu reflektieren. Das Lerntagebuch dient zudem als Gesprächsanlass zur gemeinsamen Reflexion nach jeder Sachunterrichtstunde.

Unterrichtseinheit zu Entdeckungen an der Hundertertafel

Letztes Jahr im Oktober habe ich euch hier einige meiner Materialien und Unterrichtsbeispiele zur Hundertertafel gezeigt.
So langsam wird das Thema in vielen Klassen wieder aktuell. Da mich einige Nachfragen zur Unterrichteinheit erreicht haben, möchte ich sie euch ergänzend zeigen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf selbstständigen Entdeckungen an der Hundertertafel und die fachgerechte Versprachlichung dieser. Einige verwendete Materialien findet ihr in der Materialübersicht.



Dienstag, 6. September 2016

Zaubern mit Mathematik: "Die Zahlenkarten"


Zaubern und Mathematik – passt das zusammen?


Die Begriffe „Zaubern“ und „Mathematik“ klingen zunächst wie zwei Gegensätze:
Beim Zaubern denken wir an Magie, Verwirrung und Verstöße gegen die Gesetzte der Natur. Die Mathematik hingegen basiert auf Logik, Struktur und Gesetzmäßigkeiten.

Viele Zaubertricks sind jedoch gar keine echte Zauberei (Überraschung :P), denn hinter ihnen stecken mathematische Strukturen, denen bereits Grundschüler nachgehen können. Da sie zudem sehr motivierend sind, bieten sie großes Potential zur Förderung prozessbezogener Kompetenzen (Problemlösen, Argumentieren, Darstellen...).


Einen dieser Tricks, den viele von euch sicher kennen, möchte ich euch heute vorstellen und von meiner Umsetzung im Mathematikunterricht berichten.  Es geht nicht nur darum, den Trick einfach durchzuführen, sondern auch darum hinter die Strukturen zu gucken (Warum funktioniert das?) und noch einen Schritt weiter zu gehen (den Trick verändern und noch spannender machen).


Zudem stelle ich euch weiter unten auch gerne die verwendeten Arbeitsblätter zur Verfügung. Für die  komplette Umsetzung haben wir ca. 3 Unterrichtsstunden benötigt.


Die Basis sind diese Zahlenkarten:


Und so funktioniert der Trick:




Schritt 1 / 2 (Vorführung und Ausprobieren): Nachdem ich den Trick einige Male vorgeführt und die Kinder verblüfft habe, habe ich verraten, wie man die gedachte Zahl errechnen kann. Jetzt sollten die Kinder den Trick mit ihrem Nachbarn selbst ausprobieren. Zudem sollten sie die Rechnungen als Vorbereitung auf die nächste Aufgabe (und als Hilfe für schlechte Kopfrechner) auch notieren:





Schritt 3 (Dem Trick systematisch auf der Spur): Nachdem alle Kinder den Trick mit einigen Zahlen ausprobiert haben und sicher in der Durchführung waren, stellten wir uns die Frage, ob der Trick mit allen Zahlen zwischen 1 bis 15 funktionieren würde. Also probierten wir ihn systematisch für jede Zahl aus und notierten die Rechnungen:




Beispiel:



In einer weiteren Aufgabe sollen die Kinder dann "rückwärts" denken:
  • Was bedeutet es, wenn 5 = 4 + 1
  • Welche Zahlenkarten muss der Zuschauer zeigen, damit du am Ende die 5 ausrechnen kannst?
  • Auf welchen Zahlenkarten muss die 5 also stehen?





Schritt 4 (Transfer): Wir nehmen noch eine 5. Zahlenkarte mit der Zauberzahl 16 und überlegen, welches die größte Zahl ist, die wir so ausrechnen können.



Dies ist natürlich genau dann der Fall, wenn die gesuchte Zahl auf allen Karten steht. Also
1+2+4+8+16 = 31.


Ist das geklärt, muss überlegt werden, auf welchen Karten die Zahlen 16 bis 31 stehen müssen. Dazu finden wir passende Rechnungen mit den Zauberzahlen 1, 2, 4, 8 und 16.




Anschließend könne die Zahlen auf den entsprechenden Zahlenkarten eingetragen werden, um den Trick mit 31 Zahlen selbst durchzuführen (die Lösung habe ich dem Download hinzugefügt):


Und für alle Kinder, denen schnell langweilig wird, hatte ich noch einen weiteren Denkanstoß:

***
Hintergrund (Kenntnisse über das Binärsystem erforderlich):
Hinter diesem Trick versteckt sich die Regel zur Zahldarstellung im Binärsystem.
Für die Umrechnung wird die Zahl 2 mit allen natürlichen Zahlen (natürlich nur entsprechend der Anzahl der Stellen) der Reihe nach potenziert und mit den Ziffern 1 (sie ist vorhanden) oder der Ziffer 0 (sie ist nicht vorhanden) multipliziert . Am Ende werden alle Ergebnisse addiert.
So lassen sich alle Zahlen eindeutig darstellen. 

Bei unserem Trick finden wir ebenfalls dieses Muster: Die sogenannte Zauberzahlen sind die Ergebnisse, die durch das Potenzieren der Zahl 2 entstehen (2hoch0 = 1; 2hoch1=2, 2hoch2=4, 2hoch3=8, 2hoch4=16). Steht die gesuchte Zahl auf einer Karte, wird die Zauberzahl mitgerechnet ( mal 1), steht sie nicht drauf, wird sie nicht gezählt (mal 0).

Daraus ergibt sich für die nächste Zauberzahl bei 6 Karten 2hoch5 = 32.

Auch Grundschüler können dieses Muster "ansatzweise" schon entdecken, denn die nächste Zauberzahl ergibt sich durch das Multiplizieren der letzten Zauberzahl mit der Zahl 2. Für Karte 6 ist die Zauberzahl also 16*2 = 32 (als Potenz 2*2*2*2*2 = 32 oder 2hoch5).

Und vielleicht regt diese Überlegung ja auch an, den Zaubertrick mit 6 oder mehr Karten herzustellen :)




Ich wünsche euch viel Freude beim Ausprobieren und hoffe, dass ihr die Kids und euch genauso für die Zauberkraft der Mathematik begeistern könnt, wie ich es tue:)

Natürlich freue ich mich auch von euren Erfahrungen zu hören!